28,2 % Wahlbeteiligung bei der Kirchengemeinderatswahl

Inzwischen steht das Ergebnis der Kirchengemeinderatswahl im Dekanat Friedrichshafen fest: 314 Frauen und Männer wurden in die 29 Kirchengemeinderäte und 2 Pastoralräte gewählt. Von 47.943 Wahlberechtigten haben 13.527 Katholiken von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht. Das entspricht einer Wahlbeteiligung von 28,2 %.

Sie ist damit im Vergleich zur Wahl 2010 um 0,8 % gesunken, liegt aber deutlich über dem Durchschnitt in der Diözese Rottenburg-Stuttgart, die bei gut  23 % liegt. Die überdurchschnittliche Wahlbeteiligung verdankt das Dekanat Friedrichshafen v.a. den ländlichen Gemeinden. So freut man sich in der Seelsorgeeinheit Argental über 41,1 %. Spitzenreiter sind wieder einmal  Krumbach mit 54,6 % und Oberdorf mit 51,6 %.  Im städtischen Bereich ist die Wahlbeteiligung nicht halb so hoch. So liegen die Gemeinden mit der geringsten Wahlbeteiligung in Friedrichshafen: St. Petrus Canisius (18,0 %) und Zum Guten Hirten (17,5 %).

„Ich freue mich sehr, dass wir in unseren Gremien wieder eine gute Mischung aus erfahrenen und neuen Kirchengemeinderäten haben: 46 % der Räte sind neu im Amt.  Sie bringen frischen Schwung und neue Ideen. Die Erfahrenen sorgen für Kontinuität.“, so Dekan Reinhard Hangst im Blick auf das Wahlergebnis im Dekanat. „Dies zeigt, dass es noch viele Katholiken gibt, die bereit sind, Verantwortung in der Kirche zu übernehmen.“

Von der im ganzen Dekanat angebotenen „Allgemeinen Briefwahl“ wurde rege Gebrauch gemacht: Die Zahl der Briefwähler ist inzwischen nahezu gleich groß wie die Zahl der persönlich im Wahllokal abgegebenen Stimmzettel.

Zehn kleinere Kirchengemeinden haben sich im Vorfeld für eine „Wahl ohne Bindung“ entschieden. Bei dieser Wahl können die Wählerinnen den Wahlvorschlag durch weitere Namen auf dem Stimmzettel ergänzen. Dieser Wahlmodus hat der Wahlbeteiligung nicht geschadet, was Eriskirch mit 36,6 % und Gattnau mit 36,30 % zeigen.

Noch eines fällt auf: die Gremien werden weiblicher. Von den 314 neuen Kirchengemeinderäten sind 54,2 % Frauen. Das Durchschnittsalter der neuen Kirchengemeinderäte liegt bei 48 Jahren.