Dekanatstag mit Bischof Markus Büchel rundum gelungen

Knapp 80 Vertreter der Seelsorgeeinheiten und Gemeinden des Dekanats diskutierten unter der Leitung von Dekan Reinhard Hangst am letzten Wochenende die von Bischof Büchel vorgetragenen „Schweizer Perspektiven für eine glaubwürdige Kirche von morgen“. Das Familienferiendorf Langenargen bot einen schönen Rahmen für den Tag, der mit einem Gottesdienst in Mariä Himmelfahrt, Eriskirch ausklang.

Wer dabei war, erlebte einen Bischof, der  Kontakt zu Menschen sucht, der zuhört und sein Gegenüber ernst nimmt. Sein Auftreten war - ganz im Sinne von Papst Franziskus – bescheiden und herzlich getreu seinem Wahlspruch „gaudium et spes“: Ein Kirchenmann, der Hoffnung und Freude ausstrahlt! Die guten persönlichen Kontakte des 2. Vors. des Dekanatsrats, Bernhard Vesenmayer, zum Bischof machten den Besuch möglich. Dieser nahm sich einen ganzen Tag Zeit für die Pflege nachbarschaftlicher Kontakte über den See.
„Die Kirche der Zukunft wird eine Kirche der Begegnung und des Dialogs sein“, so Bischof Büchel in seinem Referat. „Wir müssen auf die Fragen der Menschen von heute eingehen und glaubwürdig sein als Kirche“. In diesem Sinne brauche die Kirche weniger Glaubenslehrer als Glaubenszeugen, die ausstrahlen, wie Kirche sein soll: einladend, am Evangelium orientiert und den Menschen dienend. Ausführlich ging Bischof Büchel auf die katholische Kirche in der Schweiz ein, die geprägt ist durch die demokratischen Gepflogenheiten der Kantone. Bei der Bildung von Seelsorgeeinheiten achte man auf überschaubare Räume. Durch pastorale Ansprechpartner vor Ort – auch durch Laien in der Gemeindeleitung - bleibe die Nähe zu den Menschen erhalten.
Auf das Thema Kirchenfinanzen angesprochen, sagte der Bischof, dass die Gemeinden die Kirchensteuern selber verwalten und per Umlage den Diözesanhaushalt mitfinanzieren, der in den meisten Fällen sehr bescheiden sei. Der Vorteil dabei sei, dass man als Bischof und Pfarrer wenig mit der Verwaltung, Bausachen und Finanzen beschäftigt sei und so mehr Zeit habe für die Seelsorge.
Die gute Atmosphäre des Dekanatstags spürte man auch im Abschlussgottesdienst, bei dem Dekan Reinhard Hangst, Dekan Peter Nikola aus Salem und der stellv. Dekan Bernd Herbinger aus Friedrichshafen mitwirkten. Für frischen Schwung sorgte der Jugendchor aus Eriskirch unter der Leitung von Alexandra Neumann.