Sternwallfahrt zum 200jährigen Jubiläum

Denn dort war von 1812 bis 1974 Sitz des Dekanats. Seit der Kreisreform 1974 ist der Sitz in Friedrichshafen, aber die territorialen Grenzen sind seit 1812 unverändert.

Bei den Jubiläumsfeierlichkeiten geht es uns nicht nur darum, dankbar zurückzuschauen“, so Dekan Hangst in seiner Begrüßung. „Wenn wir uns auf den Weg machen, wird uns bewusst, dass die Kirche im Verständnis des II. Vat. Konzils immer unterwegs ist als ‚pilgerndes Gottesvolk“: durch die Zeiten und zu den Menschen.“ Und so machten sich an diesem letzten Samstagnachmittag im Juli viele Christen – aus fast allen Gemeinden des Dekanats – auf den Weg: Zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit dem Auto.

Ein buntes Bild boten die zahlreichen Ministranten mit ihren Gemeindefahnen. Mit einer Eucharistiefeier im Zeichen des „Aufbruchs aus dem Heiligen Geist“ klang der Nachmittag aus. Symbolisch für die Verbundenheit des Dekanats mit Oberteuringen stand auf dem Altar ein barocker Kelch der dortigen Martinusgemeinde. Denn die Geschichte des Dekanats gründete vor 900 Jahren in Oberteuringen, und der Dekanatssitz befand sich bis 1812 auch dort.
Für musikalischen Schwung im Gottesdienst sorgten Nikolai Gersak an der Orgel und Florian Liebermann am Saxophon. Dekan Reinhard Hangst dankte zum Abschluss allen Wallfahrern für ihr Kommen sowie der St. Gallus-Gemeinde für die gastfreundliche Aufnahme und Bewirtung.