Ökumenische Notfallseelsorge
Die evangelischen und katholischen Kirchen im Bodenseekreis haben sich 2007 zur ökumenischen Notfallseelsorge Bodenseekreis zusammengeschlossen. Seit 2024 hat sich diese Kooperation neu aufgestellt. Aus der bisherigen 2. Reihe, in der man als hauptamtliche Seelsorger in Notfällen und Großschadenslagen hinzugerufen werden konnte, sind die kirchlichen Notfallseelsorger nun Teil einer Kooperation von DRK (Deutsches Rotes Kreuz) und JUH (Johanniter Unfall Hilfe e.V.). Außerdem besteht die kirchliche Notfallseelsorge aus der PSNV-B und PSNV-E (END). Die Notfallseelsorger sind gemeinsam als Haupt- und Ehrenamtliche unterwegs. Sie sind Teil der Hilfskräfte im Landkreis und des Katastrophenschutzes.
Die Geschäftsführung der Ökumenischen Notfallseelsorge liegt bei der Dekanatsgeschäftsstelle Friedrichshafen.
https://www.nfs-bw.de/landkreise/bodenseekreis/
Der Einsatzkräfte-Nachsorgedienst (END)
In Eigenverantwortung betreiben die Kirchen den Einsatzkräftenachsorgedienst. Dieser steht allen Einsatzkräften / Rettungsdiensten nach belastenden Einsätzen zur Verfügung. Das END-Team setzt sich zusammen aus Seelsorgern der evangelischen und katholischen Kirche sowie Ehrenamtliche aus der Feuerwehr, den Deutschen Roten Kreuz und anderen Rettungsdiensten. Die Teams können auch angefragt werden für notfallseelsorgerliche Einsätze mit größeren Gruppen, z.B. Schulklassen oder Betriebe. Der Arbeit liegt das Konzept CISM (Critical Incident Stress Management nach Dr. Jeffrey T. Michel) zugrunde. Eine regelmäßige Fortbildung sichert den Qualitätsstandard des Angebots.
Ziele des Angebots sind:
- Milderung des Stresserlebens
- Unterstützung des psychischen Verarbeitungsprozesses
- Stabilisierung und Normalisierung
- Stärkung des Gruppenzusammenhalts
- Wiederherstellung der Lebens- und Leistungsfähigkeit
Der END arbeitet vertraulich; die Mitarbeiter arbeiten ehrenamtlich. Der END ist keine organisatorische Einsatznachbesprechung. Er ersetzt keine Supervision oder Psychotherapie.



